20. Internationales Mozartfestival in Rovereto
MORGEN, Freitag 5. Oktober "Don Giovanni al bivio"

Das zweite Wochenende des Mozartfestival wird morgen, Freitag den 5. Oktober 2007 mit einem Werk eröffnet, dass in vielerlei Hinsicht symbolisch für das Motto des Festivals ist, nämlich ein Bindungsglied zwischen den beiden zu oft einander entgegen gesetzten Polen der Tradition der Kunstmusik und der Gegenwart zu bilden.

Das von dem Musikwissenschaftler Danilo Faravelli geschriebene und inszenierte Stück “Don Giovanni al bivio” (um 20 Uhr im Teatro Rosmini in Rovereto) ist ein frei nach den Werken “Das Kaffeehaus” und “Mirandolina” von Carlo Goldoni inszeniertes Theaterstück, das von den Schülern des Humanistischen Gymnasiums “Antonio Rosmini di Rovereto” in Szene gesetzt wurde.

Das “Spiel” gliedert sich in mehrere Ebenen.
Die Bearbeitung des Themas “Don Giovanni”, Leitfaden der gesamten Veranstaltung, verweist auch auf den “Don Giovanni Tenorio”, der 1736 von dem berühmten Komödiendichter aus Venedig geschrieben wurde.
Die Leistungen der Schüler werden gemäß Faravelli “als potentiell ästhetisch gleichwertig mit denen aller anderen an der Veranstaltung teilnehmenden Künstler betrachtet”.
Schließlich bietet sich mit dem Stück die Möglichkeit, die jungen Leute an die Welt der Kunstmusik heranzuführen, die von den meisten als überholte Geschichte betrachtet wird.

Die Arbeit des Regisseurs geht von folgender Annahme aus: “Wir erleben eine schreckliche Kluft, wenn wir in den Konzertsaal gehen und einem 200 Jahre alten Stück lauschen und dabei denken, dass diese Musik unser Bedürfnis nach gestalteten Klängen nur durch die Qualität des Spiels befriedigt. Das reicht aber nicht, denn jede Epoche und jeder Ort haben ihre eigene Musik“.

Auch ein herausragender Musiker wie Mozart “kann nicht alle Bedürfnisse der Gegenwart erfüllen, vor allem jene der Jugendlichen”, erklärt Faravelli und bietet eine Aufführung, die sich an die noblen Beispiele der Tradition anlehnt und gleichzeitig ein modernes Werk ist, in dem man sich wieder erkennen kann.

Die von Mattia Culmone bearbeitete Musik ist eine freie Adaption für Querflöte, Klarinette, Geige, Cello und Klavier von Johann Sebastian Bachs Kaffeekantate.


Der einheitliche Eintrittspreis für alle Plätze beträgt 5 €
Reservierungen und Informationen unter der Nummer +39 0464 439988


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